DAS SCHIFFSWRACK VON ULUBURUN
 
 
KLICKEN SIE HIER FÜR DIE FOTO-GALERIE VON ULUBURUNDie im Meer bei Uluburun gefundenen Plankenteile zeigen, dass das Schiffswrack aus der Bronzezeit stammt und das älteste im offenen Meer gefundene Schiff ist. Nach der dendrochronologischen Bestimmung des Zedernholzes, aus dem das Schiff gebaut war, ist das Schiff von Uluburun 1300 v. Chr. gesunken.

Die Länge des Schiffes wird auf ca. 15 m, die Breite auf 5 m und die transportierte Fracht auf 20 Tonnen geschätzt. Die Hauptfracht bestand aus 10 Tonnen Kupfer-Ingot und 1 Tonne Zinn. Außerdem wurden gefunden: 150 Kenan-Gefäße aus Ton, 10 riesige Amphoren, 24 einlöchrige Steinanker mit einem Gesamtgewicht von 3,3 Tonnen (zwei von ihnen mit 21,9 kg bzw. 25,9 kg, die mit großer Wahrscheinlichkeit als Schiffsanker, die restlichen als Ballast verwendet worden waren), Bronzegeräte, Straußeneier, Siegel (das wichtigste stammt von Nofretete), Statuen...
Die vermutliche Route war entweder die Küste von Syrien bis Palästina oder von Zypern bis zur Ägäis.

Die Ausgrabungen ergaben, dass das Schiff von Uluburun entweder vom Typ Kenan oder ein zypriotischer Schiffstyp war. Zum Bau wurde Zedernholz verwendet. Die Planken waren nach der „Verzapfungs-Methode“ zusammengefügt. Diese gleiche Methode wurde auch 1000 Jahre nach dieser Zeit bei den griech./röm. Schiffen eingesetzt. Entgegen der heutigen Methode „zuerst das Schiffsskelett“ wurde es nach der Methode „zuerst der Schiffsrumpf“ gebaut. Das heißt es wurde zuerst der Schiffsrumpf (Planken) gebaut, dann erst das Schiffsskelett (Spanten und Balken) eingefügt.

Wir haben diese gleiche Methode bei Schiffen aus dem alten Ägypten gefunden, die noch früher als das Schiff von Uluburun datiert sind. Es ist jedoch bei dem Schiff von Uluburun das erste Mal, dass die Verzapfungen mit einem Holzstift gesichert wurden. Später werden die Römer diese Methode „die Fenike-Verzapfung“ nennen. Vor den Funden von Uluburun wurde die bis dahin bekannte älteste Verzapfung-Sicherungs-Methode beim Schiffswrack von Girne (4. Jhd. V. Chr.) verwendet.

Bei der Bergung der Teile des Schiffswracks wurden keine Spanten gefunden. Der Kiel ist anders als bei den traditionellen Booten. Die Breite des Kiels geht am Bug und am Heck des Schiffes auf ein Viertel seiner breitesten Stelle zurück. In der Mitte des Kiels geht er für 2 cm in den Schiffsrumpf. Die Breite des Kiels ist größer als seine Höhe (28cm * 22cm).

Die Ausgrabungsergebnisse von dem Schiffswrack von Uluburun werden mit den iknografischen Untersuchungen verglichen. Beispiele von Iknografien aus dieser Periode sind nachfolgend zu sehen.

 
 
Die Flotte von Hatschepsut in Punt, 1500 v. Chr.
 
 
Schiffswrack von Uluburun M.Ö. 1300
Länge 15 m
Breite 5 m
Drift 1,4 m
Fracht 20 ton
Breite der Schiffsverkleidung 6 cm
Abstand der Verzapfungen 20 cm
Abmessung der Verzapfung 30*6,2*1,6 cm
Durchmesser des Sicherungsholzstifts 2,2 cm