DAS "ULUBURUN II" PROJEKT
 

Wie sind die Seefahrer vor 3000, 4000 Jahren gereist? Das Meer ... eine riesige Leere ohne jegliche Begrenzung, bereit, jeden bis in die Ewigkeit zu verschlucken.

Zuerst sind sie auf ruhigen Wassern gereist, auf allem, was schwamm, vielleicht auf Holzstämmen, vielleicht auf Lederhäuten, zuerst mit Rudern, später mit Segeln. Mit Erfindung des Segels bedienten sich die Seefahrer zum ersten Mal einer anderen Kraft als ihrer eigenen Kraft oder der von Sklaven und Tieren, nämlich des Windes. Diese Erfindung übersprang Jahrhunderte, Jahrtausende und ermöglichte es, auf dem leichtesten und billigsten Weg ans Ziel zu gelangen.

Und so begann die Geschichte der alten Seefahrer: in Ägypten, in Mesopotamien

 
Die 360° Forschungsgruppe lenkt mit Hilfe von Wissenschaftlern und Organisationen das Interesse der türkischen und der Weltöffentlichkeit auf die anatolische Geschichte und die Geschichte der türkischen Seefahrt ...
Der Jahrhundertfund, das Schiffswrack von Uluburun, ist wieder auf See: Uluburun II
Vor 3300 Jahren ist ein Schiff, das die Handelsbrücke zwischen den zu dieser Zeit reichsten und fortgeschrittensten Kulturen war, bei Uluburun (bei Kaþ) gesunken und hat die Geheimnisse der Bronzezeit mit sich genommen.

Es trug den Reichtum von mindestens sieben unterschiedlichen Kulturen, wie die von Mykene, Kenan, Zypern, Ägypten, der Kessiten, von Assyrien und Nubien. Der Frachtwert dieser Schiffe war unbezahlbar.

Mit dem Untergang des Schiffes sind 20.000 Teile wie riesige Amphoren mit dem Siegel der Pharaonin Nofretete, von Schmückstücken bis zu riesigen Kriegsgeräten in einen 3300-jährigen Schlaf gesunken.

Das Schiff und seine Geheimnisse wurden im Jahr 1982 wieder erweckt. Der seit 27 Jahren an der anatolischen Küste nach antiken Schiffswracks forschende George Bass und seine Gruppe haben mit dem Fund des bei Uluburun gesunkenen Schiffswracks Licht in die Geheimnisse der Bronzezeit gebracht.

Die Funde von Uluburun haben 20 Jahre lang die archäologische und wissenschaftliche Welt erregt und erstaunt. Die erstaunlichen Informationen über das Schiff sind nicht nur auf seine Fracht begrenzt.

Das Schiff gibt mit seiner strategisch wichtigen und zu unterschiedlichen Kulturen gehörenden Fracht Hinweise über einen aktiven Handel im Mittelmeer vor 3300 Jahren. Die Schiffe der Bronzezeit folgten einer kreisförmigen Route im Mittelmeer. Diese Route hat eine Länge von ungefähr 1700 Meilen. Die Route folgt der Küste von Syrien-Palästina bis nach Zypern, geht von dort nach Ägypten und reicht bis zur Ägäis.
Die 360° Forschungsgruppe setzt ihre Segel, um mit Hilfe von antiker Astronomie, Navigation und den Informationen über die Route zu diesen Häfen zu gelangen.
Die 360° Forschungsgruppe erbaut die Rekonstruktion dieses Schiffes aus der Bronzezeit, das vor 3300 Jahren gesunken ist und von dem nur 3% seines Baus bekannt sind.

Das Schiff Uluburun II wird entsprechend der Bauweise der Bronzezeit ohne Verwendung von Metallnägeln nach der Zapfen-Loch-Methode, beginnend mit den Planken für den Außenrumpf und danach erst die Spanten einsetzend gebaut. Die Segel von Uluburun II werden entsprechend dem ursprünglichen Webverfahren dieser Zeit aus Canvas-Leinen gewebt. Die Taue und Seile werden nach traditioneller Methode in Tire (bei Izmir) hergestellt.

Ein 40 Jahre altes Schiff vom Typ Týrhandil, der seit Hunderten von Jahren auf dem Mittelmeer verwendet wird, wir zur technischen Unterstützung das Schiff Uluburun II auf dieser Reise begleiten.

Am Ende der Reise wird das Schiff Uluburun II in Kaþ (in dessen Nähe das Original gesunken war) in einem Open-Air-Museum der Bronzezeit, das nach experimentell-archäologischen Regeln errichtet wird, ausgestellt.

Uluburun - Spuren der Vergangenheit
Das Schiffswrack von Uluburun ist das weltweit älteste bekannte Wrack ...

Es ist das Wrack des ältesten bekannten Handelschiffes.

Es ist das erste Schiff auf offener See, dessen Route bekannt ist.

Die Entdeckung des Wracks wir als eine der wichtigsten wissenschaftlichen Entdeckungen des 20. Jahrhunderts betrachtet.

Die Untersuchungen der wissenschaftlichen Daten dieser 1984 begonnenen und aus über 22.400 Tauchgängen bestehenden Ausgrabung dauern noch an.

Die Route dieses Schiffes (Ägäis, östliches Mittelmeer und Italien) und die Funde aus dem Schiffswrack geben uns Auskunft über sieben verschiedene Kulturen (Mykene, Nubien, Kenan, Zypern, Ägypten, Kassit und Assyrien).

Das Schiff symbolisiert die Bronzezeit durch seine Fracht, die hauptsächlich aus Kupfer und Zinn bestand.

Seine Schiffsfracht ist durch ihre seltenen und vielfältigen Funde revolutionär, die von Bernstein, Gold, mykenische Gefäße aus Elfenbein, das Siegel von Nofretete bis hin zu Tonwaren aus Zypern reichen.

Die Route von Uluburun II
 

Ägypten, Ýsrael, Libanon, Syrien, Zypern, Türkei, Kreta
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Treffen mit den Keramiken der Bronzezeit
Ähnlich den Originalen, die aus dem Schiffswrack geborgen wurden, werden Keramiken hergestellt, die in den Häfen ausgestellt werden, die Uluburun II anlaufen wird.
Die Geschichte von Uluburun II
Es wir eine Sendung vorbereitet, die die Aufzeichnungen der Reise und die durchgeführten Untersuchen beinhaltet.
Uluburun-Dokumentarfilm
Die Reise, die wir mit Uluburun II zu den antiken Häfen machen werden und die daraus gewonnenen Erfahrungen werden das Thema eines Dokumentarfilms werden.
Die wissenschaftlichen Untersuchungen, die in dem Uluburun-Projekt durchgeführt werden
 
  • Untersuchungen über antike Webtechniken
 
Ähnliche Projekte und das Uluburun-Projekt
Es wurden bereits Rekonstruktionen von anderen Schiffswracks gebaut und mit ihnen Reisen unternommen. Mit der Rekonstruktion und dem Bau des Schiffswracks, mit Uluburun II, hat die 360° Forschungsgruppe gezeigt, dass solche Projekte in der Türkei durchgeführt werden können. Das Schiffswrack von Uluburun ist aus vielen Gesichtspunkten eine Neuheit; das Uluburun-Projekt ist wichtig sowohl in Bezug auf das Gebiet der experimentellen Archäologie als auch auf die Präsentation der Türkei.
 
 
UNTERSTÜTZENDE PERSONEN UND INSTITUTIONEN
  • • Direktor des archäologischen Unterwassermuseums Bodrum, Oðuz Alpözen
    • Associate Professor Cemal Pulak (Texas A&M University)
    • INA (Institute of Nautical Archaeology)
    • National Geographic Society
    • Abteilung für Astronomie und Weltraumwissenschaften der naturwissenschaftlichen Fakultät der Ege-Universität, Prof. Dr. Serdar Evren
    • Fakultät für Su Ürünleri der Istanbul-Universität
    • SAD (Gesellschaft für Unterwasserforschung)
    • AFAG (Gruppe zur Erforschung der Mittelmeerrobbe)
    • Hochschule für Seeverwaltung und –management der 9-Eylül-Universität,
    Prof. Dr. A. Güldem Cerit
    • Prof. Michal Artzy Haifa-Universität
    • Prof. Dr. Hayat Erkanal, archäologische Abteilung der Fakultät für Sprache, Geschichte und Geographie an der Ankara-Universität
    • Privatdozent Dr. Ünsal Yalçýn, Deutsches Bergbau-Museum Bochum
    • Dr. Ýsmail Fazlýoðlu, archäologische Abteilung der Trakya-Universität
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